IG-Steindamm e.V.


6. Februar 2015

BID und andere Geschichten

Kategorie: Allgemein – QM Schueler – 22:13

hallo Nachbarn,

 

mit Sonne im Herzen und Frost auf der Haut grüßt uns derzeitig der Winter. Nach Frühling sieht es noch lange nicht aus, obwohl… bei mir im Garten stecken die Krokusse und Narzissen bereits die Blätter aus der Erde….

Die Kälte reduziert automatisch den Besatz auf dem Hansaplatz und auf dem Steindamm. So könnte es immer aussehen. Aber der Schein trügt. Sobald es wärmer wird, werden wir von der Wirklichkeit eingeholt.

Ohnehin gibt es eine große Unruhe bei den Hotels und Gewerbetreibenden. Die gewaltätige Demonstration hat überregional für einen totalen Imageeinbruch unseres Quartieres gesorgt. Damit einhergehend sind es die Umsatzeinbussen, die für Ärger sorgen. Es sind also nicht nur die  Minderheiten, die ihr Leben bei uns ausleben und damit der Gemeinschaft ihre Lebensstile oktryoieren, sondern auch der ganz alltägliche Wahnsinn.

Unser BID, Business Improvement District, nimmt weiter Formen an. Inzwischen haben wir 29 % der Grundflächen eingeworben und 19 % der Grundeigentümer hinter uns versammelt. Damit können wir das BID bei der Finanzbehörde anmelden. Handelskammer und auch die BSU erwarten noch weitere Erläuterungen, die automatisch vom Lenkungkreis noch erarbeitet werden müssen. Die Kernpunkte stehen aber schon fest.

Unser BID ist auf alle Fälle ein politisches Instrument. Die Befindlichkeit im Quartier ist nicht mit normalen Maßstäben zu messen. Die Interessenlage der Grundeigentümer kann unterschiedlicher nicht sein. Hinzukommt, dass die Verwerfungen immer offensichtlicher werden. Primitivste Prostitution in ungekanntem Maße, Alkoholkranke die sich trotz widriger Umstände immerfort auf dem Hansaplatz und vor Penny am Steindamm in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken, Bettlergangs und eine ungeahnte Verschmutzung beeinträchtigen unsere unnachahmliche Einkaufsmeile in besonderer Weise. Mit dieser Anhäufung von Unverträglichkeiten geht auch ein defizitäres Sicherheitsempfinden einher, siehe Kleiner Pulverteich des nachts. Drogen haben auch wieder Einzug in St. Georg gehalten. Deshalb ist es auch ein politisches Problem. Ein BID ist nur so stark , wie die politische Kaste sich damit identifiziert. Ohne die Unterstützung der Politik, die Ordnungsmacht und Staatsgewalt werden wir auf einigen Feldern stärker kämpfen müssen.

Dabei muss deutlich sein, dass die Grundeigentümer durchaus bereit sind, sich einzubringen, mitzumachen. Mit Geld und Kraft und Kreativität. Das charmante ist, das ein Teil der öffentlichen Aufgaben von den Bürgern übernommen werden können. Qua Gesetz. Im Beirat der IG Steindamm e.V. sind ( fast ) alle politschen Parteien vertreten, nicht umsonst.Wir suchen den Schulterschluss. Ausdrücklich fordert das Gesetz die private Inititative bei der Installierung eines BID, das liefern wir.  Für die eine oder andere Behörde oder Institution sind wir mit diesem BID und der Aufstellung nicht stromlinienförmig und angepasst. Genau das macht aber unseren Stadtteil aus. Hansaplatz und Steindamm sind für sich schon so aussergewöhnlich, dass man nicht mit normalen Maßstab messen kann. Deshalb auch der Ruf nach der Politik und der Staatsgewalt in jedweder Form. Der Steindamm und auch der Hansaplatz befinden sich in einer explosiven Phase. Die oben angesprochenen Mißstände sind ein Pulverfass mit Lunte. Jeden Tag kann eine Sau über den Steindamm getrieben werden. Das es nicht dazu kommt beruht auf der Tatsache, dass wir mit allen Mitteln versuchen das Quartier aus den Schlagzeilen zu halten. Die oben genannten Probleme sind ein gefundenes Fressen für die Medien.

Ein BID ist ein probates Mittel die Entwicklung und die Zukunft zu gestalten. Im Sinne der Bürger, im Sinne der Ordnungsmacht und im Sinne eines ganzen Quartieres. Dr. Andreas Pfadt, ASK, als einstimmig gewählter Aufgabenträger des BID und langjähriger Entwickler in St.Georg und ich, mit 15 jähriger Erfahrung als Quartiers Manager am Steindamm, sind Garanten für ein erfolgreiches BID. Seien wir mutig und aktiv, gestalten wir gemeinsam unseren Hansaplatz und unseren Steindamm, Stadtquartiere mit unglaublichem Potential und wirtschaftlichem Geschick. Vergessen Sie nicht, verehrte Nachbarn, St. Georg ist der größte Hotelstandort Hamburgs mit wachsender Tendenz, allein deswegen muß am Image poliert werden.  Fast 10.000 Studierenden an der HAW beleben unseren Campus, über 10.000 Menschen leben in St.G., zigtausende Arbeitsplätze sorgen für Prosperität und Steuern . Mit anderen Worten täglich befinden sich zwischen 50.000 und 70.000 Menschen im Quartier. Dafür müssen wir uns einsetzen! Das lohnt sich!.

Wir haben die Hochschule für Angewandte Wissenschaften, wir haben das Fraunhofer Institut angesiedelt, damit ist der Wissenschaftsstandort St. Georg im Fokus unseres Landes. Die Wirtschaftskraft ist groß. Das soziale Umfeld ist über Jahrzehnte ausgebaut und angepasst worden. Den Bürgern stehen neben vielen öffentlich geförderten Wohnungen  auch privat finanzierte Heime zur Verfügung. Unser Stadtteil ist über Jahrzehnte be- und gefördert worden. It shows!

Jetzt ist Privatinitiative gefordert, wir stehen bereit. Helfen Sie mit, unseren Stadteil zu gestalten!

Werden Sie BID Träger!

Ihr QMWS